Instillationstherapie - Sebsthilfegruppe Blasenkrebs Velbert

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Blasenkrebs
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Instillationstherapie

Blasenkrebs > Behandlungen
Was ist eigentlich eine Lokale Chemotherapie
Krankenhaus Chemo Lokal
Eine Instillationstherapie setzt ein so genanntes Chemotherapeutika ein. In den meisten Fällen ist es Mitomycin oder BCG, (Bacillus Calmette-Guérin).  Alternativ gibt es das noch nicht in Deutschland zugelassene Immunocyanin (Produktname: Immucothel®), ein Wirstoff aus der Kalifornische Schlüssellochschnecke.

Die Therapie bei entsprechender Indikation in Einzelfällen durchaus  verschreibungsfähig ist und bei einer entsprechenden Begründung des  Urologen auch von den Krankenkassen übernommen wird  (Wirtschaftlichkeitsgebot gem.§§ 12 Abs. 1,70 Abs. 1 SGB V). Insbesondere muss der Einsatz zweckmäßig und notwendig sein. Das liegt  insbesondere dann vor, wenn andere Instillationstherapien erfolglos  waren oder wegen Unverträglichkeit abgebrochen werden mussten und immer  wieder Op’s wegen der Rezidivneubildungen erforderlich sind, bzw. die  Gefahr besteht, dass ein Rezidivtumor in ein ungünstigeres Stadium  eintritt. Die Therapie mit Immunocyanin (Produktname: Immucothel®), dauert insgesamt ein Jahr, ähnlich der Therapie mit BCG, hat aber weitaus  weniger Nebenwirkungen.

Hier ein Vorschlag eines Begründungsschreibens für den behandelnden Urologen gegenüber der Krankenkasse: Zum Downloaden bitte auf das Bild klicken.



Diese werden im Rahmen der Zystoskopie  in die Blase geträufelt, ( Instillationstherapie ), um das Risiko eines  erneuten Auftretens von oberflächlichen Tumoren zu verringern, so z.B.  das Mittel Mitomycin. In vielen Fällen ( vermutetes höheres Risiko in der feingeweblichen Untersuchung ) wird auch der Tuberkuloseimpfstoff BCG, ( Bacillus Calmette-Guérin ), in die Blase gespritzt. Dieser löst im Körper eine intensive Immunreaktion aus, die auch die Tumorzellen bekämpft. Die Immuntherapie sollte frühestens zwei Wochen nach der Operation beginnen.
Lokale Chemotherapie, (Instillationstherapie)
Mitomycin:
Mitomycin wird unmittelbar nach der TUR-B direkt in die Blase gegeben. Es hemmt die DNA-Synthese und bewirkt so ein Absterben der befallenen Zellen, welche sich nach einer TUR in der Blase befinden.
Nebenwirkungen bei Mitomycin

Da das Therapeutikum direkt in die Blase gegeben wird, entfallen die  Nebenwirkungen, welche bei einer intravenösen Gabe auftreten. Die intravesikale Gabe ist gut verträglich, am häufigsten sind Pollakisurie, ( häufiges Pinkeln kleiner Mengen Harn ), Dysurie, ( erschwertes Pinkeln ), und Hämaturie, ( vermehrtes Vorkommen von roten Blutkörperchen im Urin ). Selten entsteht ein Ausschlag an Händen und Genitalien. Mitomycin kann als Instillationstherapie auch in mehreren Zyklen über einen längeren Zeitraum erfolgen.

BCG, (Bacillus Calmette-Guérin)

Mit einem Immunmodulator ( Wirkstoff, der das Immunsystem beeinflusst ) wie BCG aus abgeschwächten Tuberkuloseerregern lässt sich im frühen Tumorstadium oft das Tumorwachstum stoppen. Damit diese Chemotherapie  nur im Blaseninneren wirkt, werden die Substanzen nach einem bestimmten  Therapieschema (anfangs meist einmal wöchentlich, dann monatlich) über  einen Katheter direkt in die Blase eingefüllt und dort für etwa 2 Stunden belassen –  danach entsorgt sie der Patient wieder „auf natürlichem Wege“ (  Instillationstherapie ).

Mögliche Nebenwirkungen sind Blasenentzündung und ein starker Reizzustand der Blase und gelegentlich Auslösung oder Aktivierung einer Tuberkulose. Die BCG-Instillation darf nur in einer abgeheilten Blase erfolgen, daher sollten zwischen TUR-B und BCG-Instillation mindestens zwei Wochen liegen.
Selbsthilfegruppe Blasenkrebs Velbert
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