Robotische Urologie - Sebsthilfegruppe Blasenkrebs Velbert

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Blasenkrebs
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Robotische Urologie

Wissenswertes
Was ist die Robotische Urologie ?
Über kleine Hautschnitte werden vom Chirurgen eine Kamera mit Lichtquelle und miniaturisierte Instrumente in die Bauchhöhle eingebracht, um auf diese Weise minimal-invasiv operieren zu können.
Bei den neueren robotischen Operationsverfahren (auch  roboter-assistierte Chirurgie genannt) werden die Instrumente genau wie bei der Laparoskopie in die Bauchhöhle eingebracht. Bewegt werden diese jedoch von außen, elektronisch gesteuert von den vier Armen des  „Roboters“, der jede Bewegung des Chirurgen exakt umsetzt. Dieser sitzt  hierzu an einer Konsole mit dreidimensionaler, vergrößerter Sicht auf das Operationsfeld und bedient mit jeder Hand eine Art Joystick.

Die Instrumente ermöglichen eine Bewegung in sieben Freiheitsgraden und die  Maschine filtert jegliches Handzittern heraus. Der Operationsroboter agiert dabei als verlängerter Arm des Chirurgen und macht nur, was dieser ihm vorgibt. Genau genommen ist deswegen eine roboter-assistierte Operation gar keine durch einen Roboter durchgeführte, da alle Steuerbefehle direkt vom Chirurgen kommen und die Maschine keinerlei eigenständige Bewegungen durchführen kann. Ein chirurgischer Assistent und die OP-Pflege stehen während des ganzen Eingriffs direkt am Patienten und helfen während des Eingriffes von dort.
Langssrtrich
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Durch ihre minimal-invasive Technik verursacht die da Vinci®-Methode ein deutlich geringeres Operationstrauma als traditionelle, offene Chirurgie. Dies führt zu geringerer Patientenbelastung, weniger Schmerzen und damit zu schnellerer Erholung. Die Krankenhausverweildauer und die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit werden dadurch beträchtlich verkürzt, was für jeden Patienten im Einzelnen aber natürlich auch volkswirtschaftlich von großer Bedeutung ist. Die Kombination von Beweglichkeit der Instrumente ähnlich der menschlichen  Hand, guter Ausleuchtung des Operationsfeldes und vergrößerte  Darstellung von feinen Strukturen wie Nerven und Blutgefäßen ermöglicht höchst präzises Arbeiten. Die Entfernung der Blase bei Blasenkrebs ist mindestens so gut wie mit der traditionellen offenen Operation. Keinen Zweifel gibt es auch daran, dass der Blutverlust und die Häufigkeit von Bluttransfusionen mit der Roboterchirurgie bei allen Eingriffen zurückgegangen sind.  
Bei aller Begeisterung für die neue Technik muss jedoch gesagt werden, dass auch die da Vinci®-Methode nur so gut ist wie das Team, das sie durchführt und dass gute  Diagnosestellung, individuelle Beratung, sorgfältige Durchführung und postoperative Betreuung von höchster Bedeutung für die Heilung sind. Nicht für alle Krankheitsbilder und für alle Patienten ist die da Vinci®-Methode jedoch geeignet.
Querstrich
Am 16.11.2016 hörte ich mir einen Vortrag im Klinikum Aachen über das neue Robotik System Urologie an. Ich muss sagen das ich überzeugt wurde. Bisher war ich von diesem OP Verfahren nicht überzeugt, bot doch der gute alte grosse Schnitt ein übersichtlichers Operationsfeld um die komplizierte Operation durchzuführen.

Ich habe mir dort einige Videos angesehen die mich eines besseren belehrt haben. Man zeigte uns, wie man einen an der Vene angewachsene vom Tumor befallenen Lymphknoten von der Venen problemlos entfernen konnte. Das OP Feld im Körperinneren war klar und deutlich zu sehen. Nervenschonende Zystektomien sind mit der robotergestützen Operation eher möglich als wie mit der konventionellen Methode. Nicht  empfohlen wird das System bei muskelinvasiven Tumore wo der Tumor sich schon in benachbarte Organe gesetzt hat. Ansonsten ist das System bei  allen Blasentumoren einsetzbar, egal ob Stoma, Neoblase oder Pouch.
Die  Operationsdauer unterscheidet sich von der herkömmlichen kaum, im Schnitt ist man um knappe 10% schneller kostet aber runde 2000 Euro mehr  als die herkömmliche was durch den kürzeren Krankenhausaufenthalt wieder ausgelichen wird.

Quelle: Youtube Film
Robotergestütze Urologische Operation im Video
DaVinci Video
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